Verkehrsmonitoring Limmattal

Ausgangslage / Auftrag

Der Verkehr im Limmattal wird infolge der geplanten Siedlungsentwicklung zunehmen. In Übereinstimmung mit dem Gesamtverkehrskonzept des Kantons Zürich (GVK) soll das Verkehrswachstum auf den öffentlichen Verkehr (ÖV) und den Veloverkehr entfallen. Durch Infrastrukturausbauten (insbesondere die in Betrieb genommene Limmattalbahn und die geplante Velobahn) wird das Netz im ÖV und Veloverkehr leistungsfähiger und attraktiver.

Gemäss dem übergeordneten Betriebskonzept Limmattal sollen die übergeordneten MIV-Ströme mittels steuerungstechnischer Massnahmen auf die dafür vorgesehenen nationalen Hochleistungsstrassen (HLS) sowie die kantonalen Hauptverkehrsstrassen (HVS) gelenkt resp. verlagert werden. Verschiedene Ausbauvorhaben für den MIV verfolgen das Ziel, die übergeordneten MIV-Ströme von der Achse Badener- / Zürcherstrasse zu verlagern, um entlang dieser Achse einen reibungslosen Betrieb der LTB sicherzustellen und die Ortszentren von Schlieren und Dietikon vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Mittels eines systematischen Monitorings der Belastungen und der Reisezeiten des MIV und der Veloverkehrsmengen wird die Verkehrsentwicklung im Limmattal jährlich ausgewertet (MIV seit 2015, Veloverkehr seit 2017) und dokumentiert.

SNZ wurde mit dem Ausbau und der Durchführung des Monitorings für die Jahre 2022 – 2026 beauftragt.

Vorgehen

Für das Monitoring werden die folgenden Daten ausgewertet:

  • Querschnittsbelastungen des MIV an rund 20 Standorten
  • Querschnittsbelastungen Veloverkehr an 18 Standorten
  • Erfassung Reisezeiten auf 12 Relationen

Für die MIV- und Velobelastungen werden primär Daten von Dauerzählstellen verwendet. Diese werden mit eigenen Erhebungen ergänzt. Die Reisezeiten werden anhand von Tomtom-Daten ausgewertet.

Neben den Verkehrsbelastungen und Reisezeiten werden auch die Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung im Limmattal analysiert. Jeweils jährlich wird ein Monitoring­bericht erstellt.

Ergebnisse

Die durchgeführten jährlichen Untersuchungen lassen die folgenden Schlüsse zu:
  • Die MIV-Belastungen haben seit 2015 leicht abgenommen. Die angestrebte Verlagerungswirkung ist mehrheitlich erkennbar.
  • Die Velobelastungen weisen eine unklare Entwicklungstendenz auf, bei einigen Zählstellen sind Zunahmen erkennbar.
  • Die Reisezeiten und die Streuung der Reisezeiten haben von 2015 – 2022 zugenommen, anschliessend ist die Entwicklung unklar.

Auftraggeber

Kanton Zürich,
Amt für Mobilität (AFM)

Bearbeitungszeitraum

2022 – 2026