BGK Zürcher-/Klosterstrasse, Winterthur

Ausgangslage / Auftrag

Das Rieter-Areal an der Klosterstrasse wird entwickelt. Mit dem Bau des Rieter CAMPUS ist eine Verschiebung der bestehenden Buswendeschlaufe in Richtung Osten notwendig. Die Abwasserkanäle in der Klosterstrasse sind in einem schlechten Zustand und müssen erneuert werden. Die bestehenden Bushaltestellen sind nicht behindertengerecht und zudem werden die Buslinien, welche auf der Klosterstrasse verkehren, elektrifiziert und die entsprechende Infrastruktur muss erstellt werden. In diesem Zusammenhang soll die Klosterstrasse saniert sowie einheitlich und ansprechend gestaltet werden. Zudem ist die Veloinfrastruktur im Perimeter lückenhaft. Mit dem BGK soll das Veloangebot verbessert und die Sicherheit für den Veloverkehr erhöht werden.

Vorgehen

Es wurden umfassende Variantenstudien betreffend folgender Aspekte im Untersuchungsperimeter erarbeitet:

  • Lage der Bushaltestellen: Lage und Ausstattung der Bushaltestellen im Strassenraum
  • Knoten Zürcher- / Klosterstrasse: notwendige Vorsortierstreifen, Veloführung
  • Strassenraumgestaltung Klosterstrasse: Strassenquerschnitt, Flächen für den Fussverkehr, Begrünung
  • Erschliessung: Verschiedene Varianten für die Erschliessung der Liegenschaften an der Zürcherstrasse

Für die verschiedenen Varianten wurden Leistungsfähigkeitsberechnungen durchgeführt und die Varianten wurden aufkonstruiert. Dabei zeigten sich insbesondere in Bezug auf die Befahrbarkeit Vor- und Nachteile der verschiedenen Lagen der Bushaltestellen.

Im Rahmen einer Vergleichswertanalyse wurde bestimmt, welche Variante die folgenden Zielsetzungen am besten erreicht:

  • Behindertengerechte Bushaltestellen anbieten
  • Busbetrieb möglichst konfliktfrei sicherstellen (z.B. durch unabhängig anfahrbare Haltestellen, Entflechtung MIV / ÖV im Vorsortierbereich)
  • Angebot Veloverkehr – sichere, attraktive und direkte Verbindungen anbieten
  • Angebot Fussverkehr – sicheres Queren über die Klosterstrasse ermöglichen, optimierte Fussgängerführung in Längsrichtung
  • Begrünung entlang des Strassenraumes erhalten und optimieren
  • Politische Akzeptanz optimieren durch Minimierung Eingriffe in Privateigentum

Bestvariante

Als Bestvariante wurde eine Variante mit einer vom Knoten zurückversetzten Bushaltestelle in Richtung stadteinwärts bestimmt. Die Haltestellen stadtauswärts liegen auf derselben Höhe; das Queren der Klosterstrasse wird mit einem Mehrzweckstreifen erleichtert. Im Vorsortierbereich des Knotens wurde ein Veloangebot geschaffen. Die Klosterstrasse wird nach den Bushaltestellen auf 6.10 m verschmälert; neu soll auf diesem Abschnitt Tempo 30 gelten. Die Einmündungen in die Klosterstrasse werden als Trottoirüberfahrten ausgebildet, damit der längsgehende Fussverkehr vortrittsberechtigt ist. Damit wird auch eine Reduktion von Schleichverkehr stadteinwärts durch die Reutgasse angestrebt.

Auftraggeber

Stadt Winterthur, Tiefbauamt

Kanton Zürich, Amt für Verkehr

Partnerbüro

SKW

Bearbeitungszeitraum

2021 – 2024

Beteiligte Abteilungen

  • Verkehrsplanung
  • Projektentwicklung