Verkehrsstudie äussere Winterthurerstrasse, Uster

Ausgangslage / Auftrag

Auf der Winterthurerstrasse in Uster stehen in den kommenden Jahren mit der SBB-Unterführung und dem Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) grössere Veränderungen an. Als flankierende Massnahme soll im Bereich des Siedlungsrandes der MIV dosiert und der Busverkehr priorisiert werden.

SNZ wurde mit der Erarbeitung einer entsprechenden Anlage und der gleichzeitigen Optimierung der Veloführung im Perimeter zwischen Innerortsbereich und Auto­bahnanschluss beauftragt.

Vorgehen

Es wurden umfassende Variantenstudien betreffend der folgenden drei Aspekte im Untersuchungsperimeter erarbeitet:

  • Zuflussbewirtschaftung inkl. Buspriorisierung: Elektronische / bauliche Busspur­varianten
  • Veloquerung Werrikerstrasse: Schutzinsel, LSA, niveaufrei
  • Veloführung entlang Winterthurerstrasse: Verschiedene Varianten Übergang Radweg – Radstreifen

Da zwischen den verschiedenen Varianten teilweise Abhängigkeiten bestehen, wurden Variantenkombinationen gebildet, welche anschliessend qualitativ (schematisch und in einem zweiten Schritt plangrafisch) und quantitativ (Leistungsfähigkeitsberechnungen, VISSIM-Verkehrsflusssimulationen) beurteilt wurden.

Im Rahmen einer Vergleichswertanalyse wurde bestimmt, welche Variante die folgenden Zielsetzungen am besten erreicht:

  • Verkehrsgefahren und gefährliche Konfliktsituationen minimieren:
  • Angebot MIV – Funktionsfähigkeit Kantonsstrasse gewährleisten, Verkehr lenken
  • Angebot ÖV – Leistungsfähigkeit ÖV bedarfsorientiert sicherstellen
  • Angebot Veloverkehr – Sichere, attraktive und direkte Verbindungen anbieten
  • Lebenszykluskosten minimieren
  • Flächenbeanspruchung minimieren
  • Politische Akzeptanz optimieren

Bestvariante

Als Bestvariante wurde die Zuflussbewirtschaftung ab einer zu erstellenden LSA Werriker­strasse mit kurzer eBusspur, LSA-geschützter Veloquerung Werrikerstrasse und Velo­systemwechsel entlang der Winterthurerstrasse im Knoten Haberweidstrasse bestimmt. Der Abschnitt zwischen Autobahnanschlussknoten und Siedlungsrand kann im bestehenden Strassenraum realisiert werden, weshalb von einer vergleichsweise zügigen Umsetzbarkeit ausgegangen wird.

Auftraggeber

Kanton Zürich
Baudirektion Tiefbauamt (TBA)

Bearbeitungszeitraum

2024 – 2025

Tätigkeitsbereiche

  • Netzoptimierung
  • Planungen des Fuss- und Veloverkehrs
  • Erhebungen und Modellierungen

Beteiligte Abteilungen

  • Verkehrsplanung
  • Projektentwicklung